Barrierefreies Wohnen

Wer behauptet barrierefreies Wohnen wäre etwas, woran nur ältere oder kranke Menschen denken sollten, liegt völlig falsch. Man muss nur einmal stürzen, sich das Bein brechen oder sonstige Blessuren haben um einen Eindruck zu bekommen, wie viele Barrieren ein normales Leben haben kann. Das Dilemma fängt erfahrungsgemäß dann an, wenn man zur Tür hineinkommt. Normale Türen haben eine Breite von ca. 62,5 cm ein Rollstuhl misst jedoch durchschnittlich 65,0 - 73,0 cm (eigene Messungen). Hat man diese erste Hürde gemeistert, folgen Treppen, welche kaum mit einem Rollstuhl (oder einem lädierten Bein) bewältigt werden können. Abhilfe können hier Treppenlifte verschaffen. Darüber hinaus sind die meisten Küchen so gebaut, dass Elektrogeräte und Schränke sehr hoch sind, sodass sie aus einem Rollstuhl heraus nicht erreichbar sind. Eine weitere Herausforderung stellen Badezimmer dar. Gewöhnliche Sanitäranlagen sind dadurch gekennzeichnet, dass eine Duschwanne- oder tasse vorhanden ist. Durch den damit entstehenden Absatz kann die morgendliche Dusche zu einer großen Herausforderung und sogar zu einer Gefahr werden. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es nie zu früh ist, sein zu Hause auf Barrierefreiheit hin zu überprüfen.

Schlagworte: barrierefreiheit; wohnen; behindertengerecht

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